Kostenloses Girokonto
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Ohne Girokonto ist es nicht möglich, bargeldlose Zahlungen vorzunehmen, sich sein Gehalt überweisen zu lassen, oder Daueraufträge in Auftrag zu geben und Einzugsermächtigungen zu erteilen. Wer am normalen Wirtschaftsleben teilnimmt, benötigt also unbedingt ein Girokonto. Grundsätzlich hat jeder Bürger das Recht auf ein solches Konto. Auch Arbeitslosen darf es nicht verweigert werden. Aber nicht jeder hat damit auch das Recht auf ein kostenloses Girokonto. Die Banken knüpfen verschiedene Bedingungen an die Gewährung eines Gratis-Girokontos, und gerade Geringverdiener, Rentner und Arbeitslose können diese Vorgaben oft nicht erfüllen. Wer davon betroffen ist, sollte versuchen, ein Girokonto ohne Dispositionskredit zu bekommen, also ein reines Guthabenkonto. Manche Banken bieten solche Konten nämlich gratis an. Eine Überprüfung der Bonität durch die Schufa ist bei einem Guthabenkonto nicht nötig, da ja kein Kredit in Anspruch genommen werden kann. Kostenlose Girokonten werden oft nur für bestimmte Bevölkerungsgruppen angeboten, für Schüler, Studenten und Auszubildende. Alle anderen Personen müssen meistens bestimmte Bedingungen erfüllen, um ebenfalls ein Gratis-Girokonto zu erhalten. Sehr häufig verlangen die Banken einen bestimmten monatlichen Geldeingang. Der Betrag schwankt von Bank zu Bank, und liegt meistens zwischen EUR 650,00 und EUR 1.250,00. Andere Banken verlangen von ihren Kunden, dass ihr Girokonto permanent einen bestimmten Mindestbetrag aufweisen muss, damit sie ihr Konto gratis bekommen. Dabei kann es sich um Beträge bis zu EUR 2.500,00 handeln. Wer gut verdient und einen sicheren Arbeitsplatz hat, wird also von diesen Angeboten profitieren können. Aber die Menschen, die es eigentlich am nötigsten hätten, ein kostenloses Girokonto zu erhalten, gehen bei diesen Banken leer aus, da ihre monatlichen Geldeingänge sehr viel niedriger sind. Wenn eine Bank ein kostenloses Girokonto anbietet, versucht sie die Kosten, die damit verbunden sind, auf anderem Wege vom Kunden wieder hereinzuholen. Es kann also sein, dass es in einigen Fällen günstiger ist, für die Führung des Girokontos ein paar Euro zu bezahlen, als ein kostenloses Girokonto zu haben, dafür aber andere Leistungen in Rechnung gestellt zu kriegen. So gibt es Banken, bei denen die Führung des Girokontos kostenlos ist, die aber für die einzelnen Buchungskosten Gebühren verlangen. Jede Überweisung, die man tätigt, und jede Barabhebung wird berechnet. Oft kann man eine begrenzte Zahl von Überweisungen kostenlos vornehmen, alles darüber hinaus aber wird in Rechnung gestellt. Wer ein wirklich kostenloses Girokonto haben möchte, sollte also fragen, ob er Überweisungen in unbegrenzter Höhe vornehmen lassen kann. |
Auch bei der Bargeldabhebung am Geldautomaten kann es teuer werden, vor allem dann, wenn man keinen Automaten dieser Bank in seiner Nähe hat, sondern sich das Geld von einem Automaten holt, welcher der eigenen Bank nicht angeschlossen ist. Es lohnt sich auch ein Blick auf die Höhe der Dispozinsen. Oft sind sie bei kostenlosen Girokonten höher als bei solchen, für die man monatliche Gebühren zahlen muss. Wer öfter sein Konto überzieht, sollte sich also gut überlegen, welches Girokonto für ihn tatsächlich am günstigsten ist. Online-Banken oder auch Filialbanken, die ihren Kunden die Möglichkeit bieten, ihr Konto online zu führen, haben oft die besten Konditionen. Wer am Online-Banking teilnimmt, hat die besten Chancen auf ein kostenloses Girokonto. Natürlich muss er einiges für die Sicherheit seines Computers tun, damit ihm kein finanzieller Schaden durch Phishing, Viren und Trojaner entstehen kann. Wer ein kostenloses Girokonto bei einer Internetbank unterhält, sollte auch bedenken, dass es nicht möglich ist, Bareinzahlungen vorzunehmen. Auch sind diese Banken nur per Post oder Mail zu erreichen, oder haben kostenpflichtige Hotlines, was unter Umständen hohe Kosten verursacht. Auch bieten viele Direktbanken nur eine begrenzte Auswahl an Bankprodukten an, so dass sie für Leute, die gerne alle Geschäfte mit einer einzigen Bank tätigen möchten, nicht die beste Wahl sind. Manche Banken gewähren Zinsen auf die Girokonten. Das ist auch ein wichtiges Kriterium bei der Frage, welches Konto das beste ist. Vor allem Personen, die regelmäßig und längere Zeit hohe Beträge auf ihrem Girokonto haben, sollten sich eine Bank suchen, die hohe Guthabenzinsen zahlt. Man sollte auch fragen, ob eine kostenlose Maestro/EC-Karte in dem Angebot enthalten ist. Bei guter Bonität erhält man von vielen Banken auch kostenlose Kreditkarten, was ebenfalls finanzielle Vorteile bietet. Es lohnt sich auch, zu prüfen, welche zusätzlichen Leistungen noch angeboten werden. So gibt es zum Beispiel von vielen Banken Anreize zur Eröffnung eines Girokontos in Form von Startguthaben in unterschiedlicher Höhe. Auch werden Neukunden angelockt durch die Gewährung eines hohen Habenzinses, der allerdings nur für einen begrenzten Zeitraum gilt, maximal für ein Jahr. Man hat also viele Möglichkeiten, an ein kostenloses Girokonto heranzukommen. Im Internet findet man extra Vergleichs-Portale, die einem die Suche erleichtern. Hat man sich für eine bestimmte Bank entschieden, ist der Wechsel des Girokontos kein großes Problem. Viele Banken bieten einen Umzugsservice an, so dass man bequem alle Geschäftspartner über die geänderten Kontodaten informieren kann. Sicherheitshalber sollte man aber beide Konten ein paar Wochen lang parallel laufen lassen, und nicht vorschnell das alte Girokonto kündigen. Es kann nämlich eine Weile dauern, bis alle Telefongesellschaften, Vereine und Kreditkarteninstitute die Umstellung vorgenommen haben. |

